Info Telefon: 0211-168246-0
 
agenturscounts

Bier / Biermischgetränke


Als Bier definieren wir Getränke, die durch Gärung meist aus den Grundzutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen werden und einen Alkoholgehalt zwischen 4,5 und 6 Prozent aufweisen.
Biermischgetränke sind Getränke, die meist zur Hälfte oder mehr aus Bier bestehen und mit anderen Getränken wie Cola und Limonade gemischt werden.
(Vertiefende Informationen erhalten Sie im weiteren Verlauf dieser Seite)

Wir möchten Ihnen von dieser Web-Seite aus den Zugang zu jenen Agenturen verschaffen, die durch diverse Aktivitäten für Anbieter von Bier/Biermischgetränken bereits über spezifisches Know-how verfügen und das auf ihren Homepages zum Ausdruck bringen.

Designleistungen für Anbieter von Bier
DIE CREW AG; S: Marken-Look für Eibauer Schwarzbier
Direktmarketing für den Absatz von Bier

Events für Anbieter von Bier

Klassik / Werbung für Anbieter von Bier
DIE CREW AG; S: Umfangreiche Markenarbeit für Distelhäuser
Eden & Team, BO: Themenmotiv Meisterschaft für Schlegel Bier
JvM AG, HH: Onlinemaßnahme Bitburger „Music In A Bottle“
Ogilvy, D: Markenarbeit für Gilden Kölsch

Multimedia für Anbieter von Bier
DIE CREW AG; S: Internetauftritt für Ganter

Öffentlichkeitsarbeit für Anbieter von Bier

Promotions / Verkaufsförderung für Anbieter von Bier
DIE CREW AG; S: POS Kommunikation für Distelhäuser

Spezialitäten für Anbieter von Bier
Kreativagentur Thomas, GZ: Augmented Reality für Radeberger



Service:
Ausgearbeitete Vermarktungsideen für Biere
Die richtige Agentur für Biere per agenturscouts finden


Hinweis
Hinweis zu allen Links: Mit seinem Urteil vom 12.05.1998 - 312O85/98 »Haftung für Links« hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dieses kann - so die Gerichtsentscheidung - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Internetdarstellung und machen uns diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links.




Wikipedia Veröffentlichung zum Stichwort „Bier“+ "Biermischgetränk
(Stand: November 09) Autoren "Bier" und Autoren "Biermischgetränk"

Im engeren Sinne ist Bier ein alkohol- und kohlensäurehaltiges Getränk, das durch Gärung meist aus den Grundzutaten Wasser, Malz und Hopfen gewonnen wird. Für ein kontrolliertes Auslösen des Gärvorganges wird meistens Hefe, selten auch Milchsäurebakterien zugesetzt. Weitere Zutaten sind z. B. Früchte, Kräuter oder Gewürze. Der Alkoholgehalt von normalen Biersorten liegt in Deutschland und Österreich in der Regel zwischen 4,5 und 6 Prozent.

Im weiteren Sinne versteht man unter Bier jedes alkoholhaltige Getränk, das auf Basis von verzuckerter Stärke hergestellt wurde, ohne dass dabei ein Destillationsverfahren angewandt wurde (z. B. Chicha). Die Abgrenzung zu Wein besteht darin, dass für Weine Zucker aus pflanzlichen (Fruchtzucker) oder tierischen Quellen (zum Beispiel Honig) vergärt werden, während der Ausgangsstoff für die Gärung bei Bier immer Stärke ist.

In der Regel wird der Zucker aus der Stärke von Getreide (Gerste, Roggen, Reis, Weizen, Mais) gewonnen, seltener wird Stärke aus Kartoffeln oder anderem Gemüse wie Erbsen herangezogen. Der japanische Sake, obwohl oft als „Reiswein“ bezeichnet, fällt daher ebenfalls unter die Definition der bierartigen Getränke.

Über den Ursprung des Wortes Bier gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Vermutlich stammt es von biber (lat. „Getränk“) ab. Ein nicht mehr gebräuchliches Wort für Bier ist das germanische Äl (vgl. englisch Ale, dänisch øl, schwedisch öl oder finnisch olut), wobei es sich um das noch ungehopfte Gebräu handelte.

Gesetzgeberische Einteilung nach Stammwürzegehalt
Aufgrund steuer- und lebensmittelrechtlicher Erwägungen gliedert der Gesetzgeber die Biere in unterschiedliche Gruppen auf. In der Regel wird dabei entweder der Alkoholgehalt oder der Stammwürzegehalt zur Beurteilung herangezogen.
Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in der Würze enthalten ist. Bestimmt wird die Stammwürze am Ende des Kochprozesses in der Würzepfanne, unmittelbar vor dem Ausschlagen mittels einer Extraktspindel. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12 Prozent Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält. Als Faustregel kann man sagen, dass die Stammwürzeangabe durch drei geteilt den Alkoholgehalt ergibt, da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu Kohlenstoffdioxid, Alkohol und unvergärbaren Stoffen abgebaut wird.

Biergattungen in Deutschland
Einfachbiere – mit einer Stammwürze von 1,5 % bis 6,9 %,
Schankbiere – mit einer Stammwürze von 7,0 % bis 10,9 %,
Vollbiere – mit einer Stammwürze von 11,0 % bis 15,9 %,
Starkbiere – ab einer Stammwürze von mindestens 16,0 %,
Biermischgetränke – Bier mit Zusätzen von Erfrischungsgetränken oder Fruchtsäften sowie exotischen Beigaben wie Tequilaaroma oder Energiegetränken und
Lückenbiere – alle Biere, die zwischen den alten, vor 1993 gültigen Einteilungen liegen (0,0 bis 2,5 %; 5,0 bis 7,0 %; 8,0 bis 11,0 %; 14,0 bis 16,0 %), durften früher nicht gebraut werden. Erst durch die neue Biersteuerregelung, bei der direkt die Stammwürze maßgeblich ist, sind auch diese zugelassen.

Biergattungen in Österreich
Abzugsbier mit 9,0 bis 10,0 % Stammwürze,
Schankbier mit 10,0 bis 12,0 % Stammwürze,
Vollbier mit 12,0 bis 15,0 % Stammwürze, das meistgetrunkene Bier Österreichs (wie z. B. Pils, Lager- oder Märzenbier),
Spezialbier mit mindestens 13,0 % Stammwürze sowie
Starkbier mit mind. 16,0 % Stammwürze, meist mehr. Dieses Bier hat einen entsprechend hohen Alkoholgehalt (wie z. B. Bock-, Oster-, Pfingst-, Weihnachtsbiere, Porter).

Biergattungen in der Schweiz
Lagerbier – bei 10,0 bis 12,0 % Stammwürze,
Spezialbier – bei 11,5 bis 14,0 % Stammwürze,
Starkbier – bei mindestens 14,0 % Stammwürze,
Leichtbier – bei einem Alkoholgehalt bis 3,0 Volumenprozent und
kohlenhydratarmes Bier – bei einem Stammwürzegehalt von 8,0 bis 9,0 %, einem Alkoholgehalt von höchstens 4,5 % und einem Kohlenhydratgehalt von höchstens 7,5 g pro Liter.

Bierarten nach Sorte der verwendeten Hefe
Obergärige Biere
Weißbier, gebraut aus Weizen
Die Bezeichnung obergäriges Bier beruht darauf, dass bei obergärigen Bieren die Hefe (Saccharomyces cerevisiae) während der Gärung in klassischen Brauverfahren an die Oberfläche stieg. In modernen Brauverfahren sinkt sie nach Ende der Gärung, wie untergärige Hefe, zu Boden. Die für die Obergärung erforderlichen höheren Gärtemperaturen (15 bis 22 °C) führen zu einer vermehrten Bildung von Estern und höheren Alkoholen durch die Hefe. Diese verleihen den Bieren oft ein fruchtiges Aroma.
Obergärige Biere wurden früher oft ohne Lagerung direkt im Anschluss an die Hauptgärung vermarktet. Sie waren ungespundet und generell nur kurz haltbar. Heutzutage wird eine Lagerung ähnlich wie bei den untergärigen Bieren durchgeführt.
Zu den obergärigen Bieren gehören z. B.:
Ale,
Altbier,
Berliner Weiße,
Gose,
Haferbier,
Kölsch bzw. Wieß,
Porter,
Roggenbier,
Steinbier,
Stout,
Dinkelbier,
Weizenbier, auch bekannt als Weißbier oder Hefeweizen, und
Emmerbier.

Untergärige Biere
Isländisches LagerbierBei untergärigen Bieren sinkt die Hefe (S. carlsbergensis) nach dem Gärungsprozess auf den Boden des Gärtanks. Es sind gewissermaßen „ausgebaute“ Biere, die eine gewisse Reifezeit benötigen, aber auch länger haltbar sind als die obergärigen. Diese Herstellung benötigt Kühlung mit Temperaturen von unter 10 °C, ist also ganzjährig erst seit der Erfindung der Kältemaschine möglich. Deswegen konnte beispielsweise das Märzen früher nur bis März gebraut werden, woher es seinen Namen hat. Zu den untergärigen Bieren gehören z. B.:
Bock,
Doppelbock,
Dunkles,
Exportbier,
Helles,
Lager, manchmal auch Wiener Bier genannt),
Märzen,
die meisten Festbiere, wie z. B. das Oktoberfest-Bier,
Nährbier
Pils,
Schwarzbier,
Schwarzviertler,
Urtyp,
Zoiglbier und
Zwickelbier (auch bekannt als Kellerbier).

Spontangärige Biere
Bei spontangärigen Bieren wird keine Hefe zugesetzt. Stattdessen wartet man, bis frei in der Luft fliegende Hefesporen in den offenen Gärbottich gelangen und die Gärung anregen. Es ist die älteste Art, die Würze zur Gärung zu bringen, und stammt aus der Zeit, als der Hefepilz den Menschen noch unbekannt war. Zu den spontangärigen Bieren gehören z. B.:
Gueuze,
Jopenbier,
Kriek sowie
Lambic.

Besonderheiten
Eine Besonderheit stellt das Rauchbier dar, das sowohl unter- als auch obergärig gebraut werden kann. Es wird unter Zugabe von geräuchertem Malz hergestellt, wodurch es seinen rauchigen Geschmack erhält.
Eine weitere Besonderheit ist Weißbierpils. Dabei handelt es sich um eine Biersorte, für deren Herstellung sowohl ober- als auch untergärige Hefe eingesetzt wird: Für den Weißbierbestandteil kommt obergärige und für den Pilsbestandteil untergärige Hefe zum Einsatz. Beide Bestandteile werden zunächst separat hergestellt, Endvergärung und Reifung finden dann gemeinsam statt. Weißbierpils vereint den malzigen, prickelnden und fruchtigen Geschmack von Weißbier mit den erfrischenden Eigenschaften von Pils.
Weitgehend unbekannt ist das Hausbräu, das als Jungbier beim Bierfassen von den Hausbrauern in eigenen Fässern in der Brauerei abgeholt und zu Hause fertiggereift wird.

Alkoholfreie Biere
Sogenanntes alkoholfreies Bier enthält meist noch eine geringe Menge Restalkohol. Dieser liegt je nach Herstellungsverfahren zwischen 0,02 % und 0,5 %. Zum Vergleich: Die meisten Fruchtsäfte enthalten von Natur aus durch Gärprozesse vergleichbare Alkoholmengen. Erst seit 2006 gibt es erste Biere mit 0,0 %.

Ein veraltetes Herstellungsverfahren für alkoholfreies Bier ist das Abbrechen des Gärprozesses, bevor sich ein nennenswerter Anteil Alkohol bilden kann, wie man es auch beim Malzbier macht. Das modernere Verfahren ist das Dialyseverfahren, wobei einem normalen Bier durch Osmose über eine Membran der Alkohol entzogen wird. Optimal ist eine Kombination von Osmose und Dünnfilmdestillation, bei der aus dem Permeat durch die Abdestillation von Ethanol wieder eine hypertonische Lösung wird. Zurzeit hat alkoholfreies Bier einen Marktanteil von etwa 3 %.

Biermischgetränke
Biermischgetränke sind Getränke, die meist zur Hälfte oder mehr aus Bier bestehen und mit anderen Getränken wie Cola und Limonade gemischt werden. Das älteste Biermischgetränk dürfte das spätestens gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Radler sein, eine Mischung aus Zitronenlimonade und Bier. Bis Anfang der 1990er Jahre wurden Biermischgetränke stets aus den Einzelzutaten frisch gemischt. Seit 1993, als das deutsche Biersteuergesetz geändert wurde, werden solche Mischgetränke auch fertig von Getränkeherstellern angeboten. Biermischgetränke entsprechen nicht dem Reinheitsgebot, deshalb dürfen sie in Deutschland auch nur unter „Biermischgetränk“ oder auch „Bierpops“ vertrieben werden und nicht als Bier. Biermischgetränke werden von Biertrinkern, die unvermischtes Bier nach Reinheitsgebot bevorzugen, oft auch verächtlich als Frauenbier oder Buntbier bezeichnet.

Biermischungen

Almradler
ist ein Mischgetränk aus Bier und der Kräuterlimonade Almdudler.

Alster, Alsterwasser
Im norddeutschen Raum wird hierfür Bier mit klarer Zitronenlimonade gemischt, so dass eine Mischung entsteht, die dem dort üblichen hellen Pils in der Farbe sehr ähnelt.
Unter Alster versteht man im Ruhrgebiet, im Rheinland und teilweise in Berlin eine Mischung aus Pils mit Orangenlimonade, die dementsprechend trüb ist. In Berlin, Brandenburg und dem nördlichen Sachsen-Anhalt wird dafür auch der Begriff Potsdamer verwendet. Siehe auch Radler.
In der Gegend in und um Bielefeld, sowie in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford versteht man unter Alster neben der Mischung von Bier und Zitronenlimonade auch die Mischung von Pils und Apfelsinchen, einer roten Brause des Bielefelder Getränkeherstellers Carolinen. Siehe auch Flieger.
In Lübeck und Teilen von Nordniedersachsen wird Alsterwasser mit Himbeerbrause hergestellt und ist daher rot.

Altbierbowle
besteht aus Altbier, Fruchtsirup und Früchten. Traditionell verwendet man Himbeeren und Erdbeeren, aber vielerorts werden einfach gemischte Dosenfrüchte benutzt. Anstelle des Sirups verwendet man auch gerne Erdbeeren aus dem Glas samt dem Saft.

Alt-Schuss
besteht aus Altbier und einem „Schuss“ Malzbier.
In manchen Regionen bezeichnet man damit auch eine Mischung aus Altbier und Hefeweizen, das anderswo auch Krefelder genannt wird.
In Münster versteht man unter einem Alt-Schuss in manchen Kneipen auch ein Gemisch aus Altbier und Himbeersirup oder Fruchtlikör.
In Ostwestfalen wird mit Alt-Schuss eine Mischung aus Altbier und Cola bezeichnet.

Berliner Weiße
ist eigentlich ein leichtes Schankbier und kein Biermischgetränk. Da es aber fast immer als Weiße mit Schuss mit Himbeer- oder Waldmeistersirup versetzt serviert wird, setzen viele die Begriffe gleich. Historisch belegt ist die "Berliner Weiße mit Stippe", bei der statt Sirup Kümmelschnaps als Geschmacksträger hinzugegeben wird.

Biercola
Siehe Diesel.

Bismarck
besteht zu gleichen Teilen aus dunklem Bier (vorzugsweise Guinness) und Sekt. Es wird in einem großen Glas gemischt, da die Mischung sehr viel Schaum entwickeln kann.

Black Velvet
Siehe Bismarck.

BMW
Bier-mit-Wasser besteht zu gleichen Teilen aus Pils und Mineralwasser, vergleiche auch Schneewittchen. Diese Bezeichnung ist vor allem im Münsterland üblich.

Bockbierbowle
ist ähnlich der Altbierbowle. Sie besteht aus Bockbier, Fruchtsirup und Früchten. Traditionell verwendet man Himbeeren und Erdbeeren, aber vielerorts werden einfach gemischte Dosenfrüchte benutzt.

Clara
heißt in Spanien mit der Limonade Gaseosa verdünntes helles Bier, vergleichbar mit Radler.

Colabier
Siehe Diesel.

Diesel
ist eine Mischung aus Bier und Cola, wird regional auch Colabier, Moorwasser oder Krefelder (meist mit Altbier; im Emsland), Schmutz oder Schmutziges (in Ostwestfalen), Neger (in Bayern und Tirol), Colaweizen (in Niederbayern), Dreckiges Bier, Gestreiftes (in der Wetterau in Hessen), Schuss, Gespritztes (im Saarland), Drecksack (im Rheinland), Schussbier oder Schweinebier genannt.
Der Cola-Anteil schwankt regional und von Kneipe zu Kneipe und reicht von einem relativ kleinen Anteil Cola bis zu einer Mischung 50:50. Die Namensgebung soll von der Farbe herrühren, die Dieselkraftstoff ähnelt. In den französischsprechenden Teilen der Schweiz ist aus demselben Grund der Begriff Mazout (Heizöl) üblich. Die Bezeichnung „dreckig“ beruht auf der Verfärbung der Schaumkrone durch die Cola.
Als Diesel wird in der Region Köln/Bonn und in Teilen der Eifel auch eine Mischung aus Cola und Limonade bezeichnet. Siehe auch: Spezi!

Dr. Pepper Bier mit Amaretto, je nach Vorliebe im Verhältnis 3:1 bis 5:1 gemischt. Den Namen bekommt es von der amerikanischen Limonade Dr Pepper, die geschmacklich sehr ähnlich ist.

Drecksack
Siehe Diesel oder Krefelder.

Flieger
Mischung aus Pils und Emsgold, bekannt in der Gegend um Rheda-Wiedenbrück im südlichen Kreis Gütersloh (Westfalen). Emsgold ist eine rötliche Brause der Getränkefirma Paul Berlage in Wiedenbrück. Vergleichbar dem im benachbarten Münsterland bekannten Getränk Tango, das unter Verwendung der roten Brause Regina gemischt wird.

Gespritztes
Siehe Diesel (Saarland) oder Radler (Saarland).

Gestreiftes
Siehe Diesel (Wetterau).

Greifswalder
Schwarzbier mit Cola, besteht im Genaueren aus 50 % Köstritzer oder Störtebeker und 50 % Cola. Ähnlich dem Diesel. Wird hauptsächlich in Vorpommern bzw. in der Region um Greifswald so genannt.

Goaß(n)maß, Goißamaß, kurz Goaß
(wohl von der Bezeichnung Goaß für Ziege entlehnt), besteht aus je einem halben Liter dunklem Bier und Cola sowie 4 cl Kirschlikör oder Asbach. Ein besonders in Bayern, aber auch im Salzburger Flachgau sowie angrenzenden Innviertel (in Österreich allerdings mit Weißbier, Cola und vorwiegend Kirschrum) verbreitetes Biermischgetränk. Ausführungen mit hellem Bier sind unter dem Namen Schwarze (in manchen Gegenden Mittelfrankens auch „Bumber“) bekannt. In manchen Gegenden Oberfrankens wird eine Goaßmaß auch als ABC-Maß bezeichnet (Asbach, Bier, Cola). In Baden-Württemberg bezeichnet man das Getränk entsprechend als Goißamaß.

Gummi-Bier, Gummi-Seiderl, Gummi-Krügerl
Mischung aus Bier und einem Energy-Drink, die Bezeichnung leitet sich möglicherweise von dem an Gummibären erinnernden Geschmack ab.

Honigbier
ist eine etwas andere Art des Biermischgetränks.

Jorsch
eigentlich „Kaulbarsch; Flaschenbürste“) ist eine russische Mischung aus Bier und Wodka oder auch Wein.

Krefelder, Schmutz, Drecksack, Moorwasser
ist in der Region um Krefeld, Düsseldorf und am linken Niederrhein Altbier mit einem Schuss Malzbier. In Düsseldorf ist es zum Teil auch als Altbier mit Cola zu bekommen.
Auch in einigen anderen Regionen wird eine Mischung aus Altbier oder Pilsener mit Cola so genannt. Siehe auch Diesel.

Monaco
helles Bier, meist Pils, mit einem Schuss Grenadine.

Moorwasser
Siehe Diesel oder Krefelder.

Neger
Siehe Diesel (Bayern, Tirol).

Nuclear Sunrise
besteht zu gleichen Teilen aus Tequila, Orangensaft, Grenadine und Bier.

Panaché, Panasch
frz. – Siehe Radler.

Potsdamer, Pots, Potsi
besteht je zur Hälfte aus roter Fassbrause und Bier, meist Pilsener. Getrunken wird diese Mischung zumeist in Ostdeutschland, wo es kurz auch Potsi genannt wird, sowie im Nordwesten Deutschlands unter dem Namen Pots. Regional (z. B. in: Bremerhaven) wird damit auch die Bier-Limonade-Mischung Radler/Alster als Pots(damer) bezeichnet:

Radler, Alster, Panaché, Panasch, Wurstwasser
besteht aus Bier und Limonade.
Die weit verbreitete Legende, die besagt, dass das Radler 1922 von Franz Xaver Kugler erfunden wurde, hat sich inzwischen als falsch herausgestellt. Kugler bewirtschaftete zu dieser Zeit die nach ihm benannte Kugler Alm, eine Ausflugsgaststätte in der Ortschaft Oberhaching im Süden von München, die überwiegend von Fahrradfahrern frequentiert wurde. Entsprechend der Geschichte drohte ihm an einem Samstag im Juni 1922 auf Grund der großen Nachfrage das Bier auszugehen. In seiner Not habe er das Bier zur Hälfte mit Zitronenlimonade gemischt und dies seinen Gästen als „Radlermaß“ serviert. In der Literatur finden sich jedoch Belege, dass die Radlermaß bereits im Jahr 1912, wahrscheinlich sogar schon um das Jahr 1900, bekannt war. Demnach handelt es sich bei dieser Legende um nichts anderes als eine geschickt ausgedachte Geschichte, die mehr Gäste in die Kugler Alm locken sollte. Momentan wird angenommen, dass die Radlermaß Ende des 19. Jahrhunderts in einem der zumeist sozialdemokratisch geprägten Radlerklubs erfunden wurde.
Radler bestand ursprünglich halb und halb aus dunklem Vollbier und klarer Limonade. Heute wird es meist mit hellem Bier zubereitet, das mittlerweile weiter verbreitet ist, manche Hersteller verwenden auch eine Mischung von 60 % Bier und 40 % Limonade. Aber auch „Dunkles Radler“ ist in Bayern weiterhin beliebt, muss aber explizit bestellt werden.
Es gibt Varianten des Radlers im ganzen deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Namen: In der Schweiz, im Saarland und in Frankreich nennt man es Panaché (französisch für: „gemischt“) bzw. eingedeutscht (Deutschschweiz, Saarland) Panasch oder (nicht in der Schweiz) gespritztes Bier; in Österreich wird es der Radler genannt und auch mit Kräuterlimonade zubereitet.
In Norddeutschland wird stets Pils verwendet und die Mischung heißt dort Alsterwasser, kurz Alster, benannt nach der vorgeblichen Farbe des gleichnamigen Hamburger Gewässers. Bier mit Orangenlimonade wird in einigen Regionen des Münsterlandes als Wurstwasser bezeichnet. Wahrscheinlich hängt der Name mit der Farbe des Wassers, in dem Bockwürste eingelegt werden, zusammen.
Die Verwendung der Begriffe Radler und Alster ist nicht einheitlich. Teilweise wird unter Radler ein Mix mit Zitronenlimonade, unter Alster hingegen ein Mix mit Orangenlimonade verstanden – oder auch genau umgekehrt. Mitunter werden beide Begriffe auch synonym benutzt.
Radler sauer, Radler trocken
besteht aus Bier und Mineralwasser.

Schnitt(bier)
eine Mischung aus hellem und dunklen Bier; Von der (Wiener) Brauerei Ottakringer sogar in Flaschen abgefüllt.
Schmutz, Schmutziges
Siehe Krefelder oder Diesel (Ostwestfalen).

Schneewittchen
besteht zu gleichen Teilen aus Pils und Mineralwasser, vergleiche auch BMW (Bier-mit-Wasser).

Schuss, Pilsschuss
Pils und Malzbier. Hierbei ist ein Mischverhältnis von 50 % Pils und 50 % Malzbier nicht ungewöhnlich. Bei tatsächlich nur einem kleinen Schuss Malzbier (der ursprünglichen Bezeichnung also), das auf die Schaumkrone des Pilseners geschüttet wird, spricht man häufig von einem Wölkchen.
In überwiegenden Teil des Saarlandes und in manchen angrenzenden Regionen von Rheinland-Pfalz versteht man unter einem Schuss allerdings ein normales Diesel.

Schweinebier
Siehe Diesel.

Schweinskopf, Sauschneider-Bier
besteht aus 50 % Bier und 50 % Himbeerlimonade. Siehe auch
Potsdamer.

Schwuchtel
Pils oder Kölsch gemischt mit Apfelsaft oder -schorle.

Shandy
Britisches Biermischgetränk mit Ginger Ale

Tango
heißt ein mit Regina (einer roten Brause, von einem Hersteller auch Emsland Sonne Brause genannt) gemischtes Bier. Tango ist vor allem im Emsland und im Münsterland bekannt. Im südlichen Kreis Gütersloh um Rheda-Wiedenbrück ist eine ähnliche Mischung unter dem Namen Flieger bekannt. In der Schweiz und Frankreich wird der Tango oft mit Grenadine (ein Sirup, keine Brause) gemacht.

U-Boot
heißt ein Pils, in das ein (doppelter) Korn hineingekippt oder samt Glas versenkt wird. Eine Variante verwendet Altbier und Bessen-Jenever. Einige Trinker nehmen das Bierglas zwischen Daumen und Zeigefinger, das Schnapsglas zwischen zwei andere Finger derselben Hand und vermischen die beiden Komponenten erst beim Trinkvorgang. Siehe auch Herrengedeck.

Wurstwasser
Siehe Radler.

Weißbiermischungen

Affenbier
Siehe Bananenweizen.

Bananen-, Kirsch-, Johannisbeer- oder Pfirsichweizen
besteht aus Hefeweizen und dem jeweiligen Fruchtsaft. Bei der Mischung mit Bananensaft oft auch einfach Weiba genannt.
Colaweizen, Colahefe, Hefecola, Neger, Cab (Cola and Beer),

Mohren
besteht zu gleichen Teilen aus Weißbier und Cola. Richtige Reihenfolge (in Norddeutschland) beim Einschenken: Erst Cola und dann Weißbier, sonst fängt das Getränk zu Schäumen an. Sowohl in Süddeutschland als auch im Salzburger Flachgau sowie angrenzenden Innviertel ist die Reihenfolge umgekehrt, da eine Schaumkrone bevorzugt wird und sich die Cola so besser verteilt, anstatt im unteren dünneren Teil des Weißbierglases zu verbleiben; außerdem wird in der Regel viel weniger Cola verwendet (etwa 3/4 Weizen zu 1/4 Cola, teilweise sogar noch weniger Cola). Zudem entsteht hierbei eine vielfach beliebte süße Schaumkrone auf dem Weißbier.

Energyweizen
besteht zu 3/4 aus Weizenbier und zu 1/4 aus einem Energy-Drink.

Heller Moritz
besteht aus Weißbier, Sekt und einer Zitronenscheibe, die gleichzeitig auch übermäßige Schaumentwicklung vermeidet.

Isarmaß
besteht aus Hefeweizen und Fruchtsaft (vorzugsweise Orangen- oder Apfelsaft) zu gleichen Teilen, versetzt mit Blue Curaçao. Der Name geht auf die grünlich trübe Färbung dieser Mischung zurück. Im Raum Steinheim (Westfalen) wird dieses Getränk auch in Anlehnung an die kleinen Zeichentrickfiguren „Schlumpfenkacke“ genannt, deren Hautfarbe in etwa der Farbe des Getränks entspricht.

Johannisbeerweizen
Siehe Bananenweizen.

Kirschweizen
Siehe Bananenweizen.

Fliegender Hirsch
Dieses vielleicht von der Jägermeister-Marketingagentur erfundene Getränk besteht aus Hefeweizen und Jägermeister. Das Mischungsverhältnis ist hierbei 0,5 l Weizenbier zu 4 bis 6 cl Jägermeister. Der Jägermeister verstärkt nicht nur die Wirkung des Getränkes sondern dient darüber hinaus als Farbstoff, was angeheiterten Trinkern vorgaukeln soll, es handele sich um gewöhnliches dunkles Weizenbier. Das „Rezept“ funktioniert angeblich ebenso gut mit anderen Kräuterlikören/Magenbittern wie Gurktaler, Kuemmerling, Underberg oder Boonekamp. Ergänzend muss erwähnt werden, dass eine wie oben beschriebene Beimischung derartiger Spirituosen ohne Einwilligung der Zielperson eine Körperverletzung darstellt.
In manchen Regionen wird als Flying Hirsch auch eine Mischung von Jägermeister mit einem Energy-Drink (Jäger-Bull) bezeichnet.

Neger
Siehe Colaweizen.
In nördlichen Regionen Deutschlands (z. B.: Niedersachsen) entspricht „Neger“ allerdings auch einem Tablett mit zwölf Gläsern, in die wahlweise Cola mit Scotch oder Cola mit Rum gemischt wird.

Pfirsichweizen
Siehe Bananenweizen.

Russ, Russe, Russ’n, Zitronenweizen
ist ein Weizenradler, also üblicherweise ein Gemisch aus Weißbier und Zitronenlimonade (süßer Russ). Es wird vorwiegend in Süddeutschland ausgeschenkt. Eine Variante ist der saure Russ mit Mineralwasser. Mancherorts wird von Heferuss gesprochen, wenn Hefeweizen benutzt wird. Da Weißbier zumeist aus 0,5-l-Flaschen ausgeschenkt wird, gibt es den Russ(’n) oft nur literweise als Russenmaß. Es ist strittig, woher der Name ursprünglich herrührt; verschiedene Etymologien werden diskutiert:
Durch den anhaltenden Rohstoffmangel nach dem Ersten Weltkrieg sollen sich die Brauer entschieden haben, weniger gehaltvolle Biere zu brauen bzw. auszuschenken. Also mischte man das Bier mit Limonade, wodurch es durch die angenehme Süße bei den russischen Zwangsarbeitern beliebt wurde. Daher der Name „Russ“.
Die gebräuchlichste Definition ist folgende: Zur revolutionären Zeit nach dem Ersten Weltkrieg begab es sich im Münchner Mathäser-Keller, in dem die Revolutionäre tagten, dass aus Mangel an Bier oder wegen der Verfügung weniger Alkohol auszuschenken, um die (im Volksmund als Russ’n bezeichneten) Kommunisten nicht zu ermüden, das Weißbier mit Limonade oder Wasser gestreckt wurde.

Tomatenweizen
Wie Bananenweizen

Weizenradler
Siehe Russ.

Zitronenweizen
Siehe Russ

Bierpops
Neben den klassischen Geschmacksrichtungen Radler (Zitrone, Lemon) und Cola, werden im Handel mittlerweile auch die Geschmacksrichtungen Apfel, Erdbeer, Banane, Orange, Blutorange, Cola-Orange (Colamix), Kirsche, Limette, Limitte-Minze, Grapefruit, schwarze Johannisbere und Holunder angeboten. Seitdem fast alle heimischen Geschmacksrichungen ausgeschöft sind, geht der Trend vermehrt zu exotischen Geschmacksrichtungen wie Kaktusfeige, Passionsfrucht, Marula oder Curuba. Auch angeboten werden Biermischgetränke mit aufputschenden Zusätzen wie Energydrinks, Koffein, Guarana oder Cappuccino. Wegen der Alkopopsteuer wird Biermischgetränken kein Brandwein zugesetzt. Biermischgetränke, deren Namen dies suggeriert (Geschmacksrichtungen Wodka, Rum oder Tequila), wird Alkohol, der bei der Gewinnung von Alkoholfreiem Bier anfällt, zugesetzt. Dies dient dazu, den Alkoholgehalt von Biermischgetränken (2,5–3 %) auf rund 5 % zu erhöhen.

© Dieser Text untersteht der GNU-Lizenz und ist auch nur unter diesen Bedingungen zu verwenden.