Gewürze
Unter "Gewürzen" werden Teile von Pflanzen verstanden, die wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen aller Art eingesetzt werden.
Zu den "Anbietern von Gewürzen" zählen wir ausschließlich Hersteller bzw. Verarbeiter, keine Handelsunternehmen. (Vertiefende Informationen erhalten Sie im weiteren Verlauf dieser Seite)
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PSM&W, Ffm: "After-Fair" Event für Wiberg
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Wikipedia Veröffentlichung zum Stichwort „Gewürz“
(Stand: November 09) (Autoren).
Unter Gewürzen werden Teile von Pflanzen verstanden, die wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen aller Art eingesetzt werden. Darüber hinaus werden als Gewürz je nach Definition auch sämtliche Stoffe, die der Geschmacksverbesserung von Speisen dienen oder die Bekömmlichkeit verbessern, als Gewürz bezeichnet.
Gewürze spielten im Europa des Mittelalters und der frühen Neuzeit eine ebenso bedeutende wirtschaftliche und politische Rolle wie heute das Erdöl. Sie waren extrem wertvoll, weil sie nicht nur zum Würzen benötigt wurden, sondern auch als Konservierungsstoffe und Grundlage für Arzneimittel.
Der Gewürzhandel, speziell aus Asien, war daher ein einträgliches Geschäft, durch das zunächst vor allem arabische Staaten und die italienischen Stadtstaaten, später auch die Kolonialmächte, reich wurden, weshalb sie ihre Monopolstellung auch mit Waffengewalt verteidigten. Die Erschließung des Seewegs um Afrika von Europa zu den Inseln Hinterindiens ab dem 15. Jahrhundert war der Beginn der europäischen Expansion. Auf die Heilkraft von Gewürzen wies schon im 12. Jahrhundert die "erste deutsche Ärztin" Hildegard von Bingen in Abhandlungen hin. Die teuersten Gewürze heute sind: Safran, gefolgt von Vanille und Kardamom. Früher war Pfeffer so wertvoll, dass er mit Gold aufgewogen wurde. Die abschätzige Bezeichnung Pfeffersack für einen reichen Menschen stammt aus dieser Epoche. Zimt war ebenfalls sehr kostbar: 1530 verbrannte der Kaufmann Anton Fugger die Schuldscheine Karls V. vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen, womit er seinen Reichtum demonstrierte.
Klassifizierung nach Herkunft
Sie lassen sich gliedern in:
Anorganische Stoffe:
Pflanzen oder Pflanzenteile frisch, getrocknet oder bearbeitet, hier verwendet man Blätter, beispielsweise Küchenkräuter, Lorbeerblätter Blüten oder Blütenteile, beispielsweise Safran, Gewürznelken, Kapern Rinde, gemahlen wie bei Zimt
Pflanzenwurzeln und auch Rhizome wie Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer oder Meerrettich Früchte oder Samen der Pflanzen, beispielsweise Muskatnuss, Pfeffer, Paprika, Wacholderbeeren, Vanille, Kümmel, Anis, Kakao Saft von Pflanzen, beispielsweise Zucker, Wein, Essig, Kokosmilch, Lakritze
Wässerige, saure, ölige oder alkoholische Auszüge der Aromen von Pflanzen, als Beispiele seien Rosenwasser, Mandelöl, Nelkenöl, Vanilleöl und Knoblauchöl erwähnt
Bei vielen Pflanzen, wie z. B. Kümmel, können mehrere Bestandteile der Pflanze verwendet werden.
Tierische Substanzen: Honig, Schmalz, Butter, Fleischextrakt, Trockenfisch, Fischsauce, Anchovis (Sardellen), Garnelenpaste, etc.
Ferner benutzen wir ganz selbstverständlich Gewürzzubereitungen, als ob es sich um ein einzelnes Gewürz handelt, erwähnt seien hier Senf, Currypulver, Chutney, Sojasauce und Wasabi
In der Lebensmitteltechnologie werden zunehmend auch synthetisch hergestellte Aromen eingesetzt und kommen zum Verkauf, beispielsweise Vanillin und auch Rauchsalz.
Wirkung
Die geschmacksverbessernde Wirkung der Gewürze beruht auf leicht flüchtigen Verbindungen, den ätherischen Ölen. Aufgrund ihrer leichten Flüchtigkeit geben sie der Speise nicht nur einen angenehmen Geruch, sondern auch einen angenehmen Geschmack, da das Geschmacksempfinden sich zum größten Teil in der Nase abspielt.
Je nach Absicht kann man mit Gewürzen einer Speise ein komplett anderes Aroma geben und damit vielleicht ein unerwünschtes Aroma überdecken oder den ureigenen Geschmack der Speisen hervorheben, ergänzen und verstärken.
Da die in den Gewürzen enthaltenen ätherischen Öle auch physiologische Wirkung entfalten können, kann man mit verschiedenen Gewürzen auch durchaus medizinische Zwecke erfüllen.
Die wichtigsten Funktionen von Gewürzen sind:
Konservierung der gewürzten Lebensmittel (Salz, Chili, Rosmarin)
Anregung des Appetits durch Bitterstoffe (Bitterliköre, Rosmarin, Pomeranzenschale)
Anregung der Verdauung durch Förderung der Magentätigkeit (Pfeffer, Salz, Essig)
Hilfe bei Darmkrämpfen und Verhinderung von Blähungen (Fenchel, Anis, Kümmel)
Verbesserung des Geschmacks von verdorbenen oder faden Lebensmitteln (Rosenwasser, Orangenblüten)
Ergänzung und Verstärkung des Geschmacks von wenig aromaintensiven Gerichten (Glutamat, Vanille, Butter)
Weiterhin gibt es einzelne Wirkungen, die über die genannten Gruppen hinausgehen. So werden viele Gewürze und Kräuter seit alters her für gesundheitliche Zwecke eingesetzt. Dabei lässt sich unterscheiden in kurzfristige Wirkung und längerfristige Effekte auf den menschlichen Organismus. Zum Beispiel:
Anregung der Bildung von Gallenflüssigkeit, Förderung der Fettverdauung (Zwiebel, Knoblauch)
Günstige Wirkungen auf die Darmflora (Ingwer, Knoblauch)
Aphrodisierende Wirkung, Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems (Nelken, Chillies, Ingwer, Kakaobohnen)
Förderung der Konzentration, aufmunternd (Kakaobohnen, Kaffebohnen, Guarana, Colanuss)
Entspannung, Beruhigung, Einschlafförderung (Salbei, Muskat)
Bis zur beginnenden Kolonisation waren viele Gewürze in Europa selten und entsprechend teuer, ihre Verwendung erfolgte teilweise in Hinblick auf einen gewissen Statuscharakter unnötig reichlich.
Verwendung
Die pflanzlichen Gewürze werden meist zerstoßen, gerebelt oder gemahlen verwendet, sofern sie nicht als Essenz oder Extrakt vorliegen.
Um die aromatisierende Wirkung besser kontrollieren zu können, können bei längeren Garverfahren wie Dünsten oder Schmoren die Gewürze in eine Gewürzkugel, ähnlich einem Teeei, gefüllt werden und so leicht wieder ohne Rückstände entnommen werden.
Die Lebensmitteltechnologie benötigt immer mehr bearbeitete Gewürze und bevorzugt Gewürzpräparationen, welche nur noch aus ätherischen Ölen bestehen.
Gewürzmischungen
Advieh
Baharat
Bouquet garni
Chili Powder
Chmeli Suneli
Curry
Fines herbes
Fünf-Gewürze-Pulver
Garam masala
Harissa
Kräuter der Provence, Herbes de Provence
Lebkuchengewürz
Panch Phoron
Ras el-Hanout
Sambal Oelek
Suppengrün
Tabascosauce
Tanduri Masala
Worcestershiresauce
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