Info Telefon: 0211-168246-0
 
agenturscounts

Handelsunternehmen


Ein Handelsunternehmen ist im rechtlichen Sinn ein Unternehmen, welches auf eigene Rechnung und im eigenen Namen Produkte von verschiedenen Herstellern einkauft, zu einem Sortiment zusammenfügt und ohne wesentliche Be- oder Verarbeitung weiterverkauft.
Zu den "Handelsunternehmen" zählen wir auf dieser Seite alle relevanten Handelsformen vom Inhabergerführten Einzelhandelsgeschäft über den Filialbetrieb bis hin zum konzerneigenen Großhandelsbetrieb.
(Vertiefende Informationen erhalten Sie im weiteren Verlauf dieser Seite)

Wir möchten Ihnen von dieser Web-Seite aus den Zugang zu jenen Agenturen verschaffen, die durch diverse Aktivitäten für Handelsunternehmen bereits über spezifisches Know-how verfügen und das auf ihren Homepages zum Ausdruck bringen.

Designleistungen für den Handel
anagram Design, HH: Internetauftritt für Baumarkt Lohhof
Kreativagentur Thomas, GZ: Corporate Design für Vanoni Lebensräume
Siebel GmbH, Bensheim: Verpackungen für Handelsmarken

Direktmarketing für den Handel
Kreativagentur Thomas, GZ: Direct Mailings für Vanoni Lebensräume

Events für den Handel

Klassik / Werbung für den Handel
3c GmbH, M: Spots für Airport Shopping
CG-PARTNER, HH: Kommunikationsarbeit für Quarree Wandsbek
creativteam, H: TV-Spot für expert
dpo GmbH, OL: Kommunikationsmaßnahmen für Apotheke
JvM AG, HH: Imagekampagne OBI "Wie wo was weiß Obi"
Ogilvy, D: Markenarbeit für toom BauMarkt
S&F, B: Orchestrierte Saisonkampagne für Saturn
steindesign, H: Relaunch für Globus Eigenmarken

Multimedia für den Handel
Kalteswasser Multimedia GmbH, B: Webseiten für Praktiker
Kreativagentur Thomas, GZ: Corporate Website für Vanoni Lebensräume

Öffentlichkeitsarbeit für den Handel

Promotions / Verkaufsförderung für den Handel

Spezialitäten für den Handel
Kreativagentur Thomas, GZ: Jubiläumsmagazin für Vanoni Lebensräume
medienfabrik, GT: Kundenmagazin für Anton Schlecker GmbH


Service:
Die richtige Agentur für Handelsunternehmen per agenturscouts finden



Hinweis
Hinweis zu allen Links: Mit seinem Urteil vom 12.05.1998 - 312O85/98 »Haftung für Links« hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass man durch die Anbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dieses kann - so die Gerichtsentscheidung - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf unserer Internetdarstellung und machen uns diese Inhalte nicht zu Eigen. Diese Erklärung gilt für alle auf dieser Website angebrachten Links.



Wikipedia Veröffentlichung zu Handelsunternehmen (Stand April 2010) Autoren.

Ein Handelsunternehmen ist im rechtlichen Sinn ein Unternehmen, welches ausschließlich oder überwiegend auf eigene Rechnung und im eigenen Namen Produkte von verschiedenen Herstellern einkauft, zu einem Sortiment zusammenfügt und ohne wesentliche Be- oder Verarbeitung weiterverkauft. Ein Handelsbetrieb ist die wirtschaftliche Einheit, mit der ein Handelsunternehmen am Markt tätig wird. Ein Handelskonzern kann ebenso aus mehreren verbundenen Handelsunternehmen bestehen wie ein Handelsunternehmen aus mehreren verbundenen Handelsbetrieben. So verfügt zum Beispiel ein Mehrbetriebs- oder Filialunternehmen über mehrere Verkaufsstellen. Umgangssprachlich werden Handelsunternehmen und Handelsbetrieb oft identisch verwendet.

Grundlegend werden Handelsunternehmen nach den Formen Großhandel (wholesale) und Einzelhandel (retail) unterschieden. Das Abgrenzungskriterium ist nicht die Menge der gehandelten Waren, sondern der ausschließlich oder überwiegend belieferte Kundenkreis. Großhandelsunternehmen haben als Kunden gewerbliche Nachfrager (z. B. Einzelhandels-, Handwerks-, Gastronomie-, Industrieunternehmen) und sog. Großverbraucher (z. B. Kantinen, Mensen). Die Kunden von Einzelhandelsunternehmen dagegen sind private Haushalte (Verbraucher). Befinden sich die Kunden ausschließlich oder überwiegend im Ausland, zählen die entsprechenden Handelsunternehmen zum Außengroßhandel bzw. zum Außeneinzelhandel. Die zahlreichen institutionellen Erscheinungsformen des Groß- und Einzelhandels, namentlich im Binnenhandel, werden als eigenständige Betriebsformen – zutreffender Betriebstypen – unterschieden. Die Entwicklung von immer neuen Betriebstypen (Betriebstypenmodifikation, Betriebstypeninnovation) ist Gegenstand des strategischen Handelsmarketings.

Handelsfunktionen
Dies sind Leistungen und Aufgaben, die ein Handelsunternehmen in der Absatzkette zwischen dem Hersteller und den gewerblichen und nicht-gewerblichen Verwendern der Produkte wahrnimmt. Produzenten nehmen ihrerseits bei der Beschaffung von Rohstoffen, Hilfsstoffen und Betriebsmitteln Leistungen des (Groß-)Handels in Anspruch. Die Handelsbetriebslehre hat zahlreiche Handelsfunktionen entwickelt. Typisch sind etwa:

Raumüberbrückungsfunktion (Transport der Waren aus der Produktions- bzw. Lieferantensphäre in die Nähe der Kunden)
Zeitüberbrückungsfunktion (Lagerhaltung)
Sortimentsfunktion (konsumorientierte Bündelung von Produkten verschiedener Hersteller)
Qualitätsfunktion (Angebot in kundengerechten, differenzierten Qualitäten)
Quantitätsfunktion (Angebot in kundengerechten Mengen)
Kreditfunktion (Gewährung von Lieferanten- und Kundenkrediten)
Servicefunktion (Bereitstellung von kaufmännischen und/oder technischen Diensten, z. B. Umtausch, Zustellung, Ersatzteilbeschaffung, Montage, Reparatur)
Informations- und Beratungsfunktion (Informationen über Produkteigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten)
Marktbeeinflussungsfunktion (Informationsabgabe an Marktteilnehmer, insbesondere potentielle Kunden)
Kulturelle Funktion (Eröffnung des Zugangs zu Waren aus allen Kulturkreisen)
Gesetz von der Dynamik der Betriebsformen
Die von Robert Nieschlag so bezeichnete „Dynamik der Betriebsformen“ beschreibt die Entwicklung von neuen Betriebsformen bzw. Betriebstypen des Handels als eine quasi-gesetzmäßige Abfolge von vier Phasen, ähnlich dem Produktlebenszyklus im Marketing. Dieses Konzept ist mit Malcom P. McNairs „Wheel of Retailing“ verwandt.

In der ersten Phase (Entstehung) verfolgt der neue Betriebstyp eine aggressive Niedrigpreisstrategie, um in den Markt zu gelangen. Die zweite Phase (Aufstieg) ist durch überproportionales Umsatz- und Gewinnwachstum und damit Wettbewerbsvorteilen gegenüber konkurrierenden Betriebsformen gekennzeichnet. Die dritte Phase (Reife) ist durch Stagnation des Wachstums und Rückgang der Gewinne gekennzeichnet. Die bisherige preisorientierte Politik muss modifiziert werden. Die neue Betriebsform verliert an Marktanteilen. Es muss ein Trading-up erfolgen, mit dem höhere Kosten verbunden sind. Aufgrund des Kostenanstiegs muss der neue Betriebstyp die Preise denen der konventionellen, ebenfalls reagierenden Betriebstypen angleichen. Die vierte Phase (Niedergang bzw. Degeneration und Assimilation) eröffnet wegen des generell gestiegenen Preisniveaus Chancen für neue Betriebstypen. Das „Wheel of Retailing“ beginnt von Neuem.

Als Kritikpunkte seien nur folgende genannt: Von einer Gesetzmäßigkeit kann keine Rede sein, da die Dauer der vier Phasen nicht eindeutig und nicht vorhersagbar ist (mangelnde prognostische Relevanz). Ferner beginnt nicht jede neue und erfolgreiche Betriebsform des Handels mit einer Niedrigpreisstrategie, was zahlreiche Gegenbeispiele beweisen. So gestalteten die Convenience Shops ihren Marktzugang mit einer Hochpreisstrategie. Discounter dagegen realisierten eine andauernde Niedrigpreisstrategie. Andere neue Betriebsformen starten mit einer neuen Sortimentsidee, mit neuen Dienstleistungen oder mit einer neuen Verkaufstechnik, wobei es vorkommen kann, dass die neue Betriebsform sich rasch als Flop erweist und überhaupt keinen (vierphasigen) Lebenszyklus erkennen lässt. Gescheiterte Versuche mit fahrenden Läden im Berlin der 20er Jahre, mit Automatenläden oder mit Katalogschauräumen wären beispielhaft zu nennen. Schließlich verkennt die Unterstellung, auf die Reifephase müsse zwangsläufig eine Niedergangsphase folgen, dass Handelsunternehmen spätestens in der Phase der Umsatzstagnation verstärkt aktives Handelsmarketing betreiben und einen Niedergang abwenden werden.

© Dieser Text untersteht der GNU-Lizenz